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Imkerlicher Werdegang
 
 
Es ist wohl ziemlich genau 30 Jahre her, ich war gerade 17 geworden, als ich bei einer meiner Streifzüge durch die Natur, an dem alten Bienenstand vorbei kam. Ungewöhnlich viele Bienen flogen durch die Gegend und der alte Imker, den ich bisher nie persönlich gesehen hatte, saß ganz ruhig mitten drinn. Wir kamen ins Gespräch, fingen später den Schwarm ein. Die nächsten Tage und Wochen verbrachte ich fast jede freie Minute auf diesem Stand.
 
 
 
Mein Bienenvater, der damals schon über 70 war, empfahl mir gleich mit Magazinen zu beginnen und nicht erst mit Hinterbehandlungsbeuten zu arbeiten, er sei leider zu alt um noch umzusteigen. Kurze Zeit später war eine Langstrothbeute angeschafft und mein Bienenvater versorgte mich mit meinem ersten Schwarm. Ich glaube er war sehr froh, das wir uns seinen Stand teilten und gemeinsam die Vorzüge der Magazinbeute erkunden konnten.
 
Wir besuchten nicht nur gemeinsam alle Vereinsversammlungen, sondern auch erste Vorträge über Buckfastbienen Da er ein sehr vortschrittlicher Mann war, empfahl er mir auch diese Biene zu testen, das fanden die anderen im Verein übrigens damals gar nicht lustig. Bereits im 2. Jahr flogen auf meinem ersten eigenen Stand bereits 6 Völker.
 
In den nächsten Jahren schwankte meine Völkerzahl zwischen 5 und 10 Völkern. Doch schon bald waren es 30 Völker, die ich mein Eigen nennen durfte. Mittlerweile befasste ich mich auch mit Zucht, Selektion und Königinnenverkauf.
 
Aus beruflichen Gründen und durch einen Auslandsaufentalt musste ich die Bienenhaltung für einige Jahre aufgeben. Doch jede Biene die ich sah, zeigte mir, dass etwas Wesentliches in meinem Leben fehlte.
 
Vor 12 Jahren war es dann soweit, Kästen wurden gebaut, Kunstschwärme gekauft und natürlich gute Buckfastköniginnen von verschiedenen Züchtern, der Grundstock zu meiner heutigen Buckfastzucht war gelegt. Schnell wurde die Völkerzahl durch Ableger vergrößert und es enstand eine echte Nebenerwerbsimkerei. Königinnenzucht- und Verkauf machten schon ziemlich bald einen nicht unerheblichen Teil meiner Arbeit aus.
 
Die Zielsetzung in meiner Imkerei war von Anfang an nicht nur eine gute Honigleistung und ausgeprägter Sanftmut, fast noch wichtiger waren mir Vitalität, Gesundheit und Varoatolleranz. Die züchterische Selektion gab mir recht, wenn im Umkreis die Imker im Winter ihre Bienen evrloren, konnte ich sie mit Ablegern und Kunstschwärmen versorgen. Abgesehen von ein paar Ausnahmen, habe ich in den letzten 12 Jahren keine Völker verloren.
 
Da auch Flugkraft und Wetterhärte, sowie Langlebigkeit der Einzelbienen, meiner Ansicht nach zu den wichtigen Eigenschaften der Honigbiene gehören, hat die ehemals bei uns beheimatete, Dunkle Biene mein Interesse erweckt.
 
Nach nächtelangen Recherchen im Internett und vielen persöhnlichen Gesprächen stand mein Entschluss fest.
 
Ich wollte auf einem eigenen Stand die einzige ursprünglich in Mitteleuropa beheimatete Dunkle Biene Apis Mellifera Mellifera halten. Es wurden Dunkle Königinnen von guten seriösen Züchtern erworben und gleich im ersten Jahr viele Königinnen für den Aufbau des eigenen Völkerbestandes nachgezogen. Das Wesen und die Eigenschaften dieser Biene haben meine Erwartungen noch übertroffen. Da meine Imkerei in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut und vergrößert werden soll habe ich mich entschlossen, zwei Rassen unabhängig von einander zu halten und zu züchten. Die Zucht macht ja nur mit einem ausreichend großen Völkerbestand Sinn.
 
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